Der Bahnhof Opernhaus liegt zentral zwischen der Weidenkellerstraße und dem Richard- Wagner-Platz und
ist 219 Meter lang. Er ersetzt die beiden Straßenbahnhaltestellen "Zeltnerstraße" und "Opernhaus" und
erschließt die drei Hauptachsen Färberstraße, Kartäusergasse und Vordere Sterngasse. In seinem
unmittelbaren Einzugsbereich, im Umkreis von 300 Metern, liegen eine Reihe wichtiger kultureller
Institutionen und öffentlicher Einrichtungen, wie zum Beispiel Opernhaus und Schauspielhaus,
Germanischen Nationalmuseums und Verkehrsmuseum, Arbeitsamt, Krankenkassen und Versicherungsamt sowie die Finanzbehörden.
Durch seine Lage entlang der Nordseite des Frauentorgrabens konnte die Anbindung der Verteilergeschosse an
das im wiedergeöffneten Stadtgraben angelegte Wegenetz erfolgen. Die Höhenlage des Bahnhofes ermöglichte
auch die Öffnung der nördlichen Bauwerkswand als gleichzeitiger äußerer Grabenmauer in einem begrenzten
Bereich zum Stadtgraben hin. Die neun Öffnungen auf Länge der Bahnsteigzone sind in Form und Größe den
dort früher vorhandenen Entlastungsbögen der Stadtmauer nachempfunden. Ein plastisches, durch den Nürnberger
Bildhauer Hans Karl Busch künstlerisch gestaltetes Gitter dient sowohl als Übersteigschutz wie auch als
Der Bahnhof Opernhaus ist zur besseren Übersicht für die Fahrgäste stützenfrei ausgebildet. Durch Nischen mit Rundbögen an der Innenfläche der Südwand wird der Gestaltung der Außenfront entsprochen. Konstruktion und Gestaltung werden in zurückhaltender Verwendung von Materialien und Gestaltungselementen fortgesetzt. Tonnengewölbe und ein Kreuzgewölbe in gespritztem Beton sowie Sandsteinverblendungen gliedern Decke und Wand. | |||
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Vom Bahnsteig führen zu beiden Seiten Rampen in die Verteilergeschosse, die höhengleich an die Wege im
Stadtgraben angeschlossen sind. Von den Verteilergeschossen, durch die der Frauentorgraben unterquert
werden kann, gelangt man außerdem ![]() im Westen über einen Treppenaufgang mit Fest- und Fahrtreppe zur Weidenkellerstraße und im Osten zum Richard- Wagner-Platz sowie direkt in das Untergeschoß des Opernhauses. Der direkte Zugang zum Opernhaus hat in Ausdehnung und Form foyerartigen Charakter Der Ausgang zum Richard-Wagner-Platz wurde über eine reine Treppenfunktion hinaus im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Platzes konzipiert.
Der Bedeutung des U-Bahnhofes Opernhaus als "Kulturbahnhof" für die öffentlichen Einrichtungen Germanisches Nationalmuseum, Verkehrsmuseum und Städtische Bühnen wurde durch eine qualifizierte Lösung
Der Bahnhof Opernhaus wurde als Rechteckquerschnitt in offener Bauweise errichtet. Für die Baudurchführung mußte außer der Einstellung des Straßenbahnbetriebes auch die nördliche Fahrbahn des Frauentorgrabens für den Verkehr gesperrt werden. Der Verkehr vom Hauptbahnhof zum Plärrer wurde auf die südliche Fahrbahn gelegt; der Verkehr vom Plärrer in östlicher Richtung über die Sandstraße - Eilgutstraße umgeleitet.
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Quelle (Text & Skizzen): U-Bahn Nürnberg 11 (Baureferat Stadt Nürnberg) 09/88 |
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last update: 30.10.05 RG |
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