Das S-Bahn-Netz Nürnberg soll weiter wachsen.
Der folgende Überblick zeigt die Planungen in grafischer Form.
Grafik: DB Netze
Die Strecke mit größter Bedeutung ist derzeit die Verbindung von Nürnberg über Fürth und Erlangen nach Forchheim.
Diese Strecke wird als Verlängerung der S1 das derzeit aus 3 Linien bestehende Netz ergänzen.
Ferner sind auch die Strecken von Nürnberg nach Ansbach und Neumarkt (Oberpfalz) als S-Bahn geplant.
Näheres zum Planungsstand ist in der folgenden nach Strecken sortierten Aufstellung nachzulesen.
Ergänzungen und Neubauten im Nürnberger S-Bahn-Netz
S1: Verlängerung nach Hartmannshof
Die S1 wird über Lauf hinaus bis nach Hartmannshof verlängert werden. Dazu wird dieser Streckenabschnitt zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert.
Der Bahnhof Hersbruck (links Pegnitz) wurde im Rahmen von Umbauarbeiten bereits vor einiger Zeit mit S-Bahn gerechten Bahnsteigen ausgestattet.
Ein neuer Bahnhof wird in Happurg eingerichtet.
Das Betriebskonzept sieht einen 20/40-Minuten-Takt auf dem Abschnitt Lauf -Hersbruck vor, zwischen Hersbruck und Hartmannshof ist ein 60-Minuten-Takt
vorgesehen. In Hartmannshof wird eine Verknüpfung mit den RE-Zügen (Pendolino) eingerichtet.
Der Baubeginn für diese Maßnahme wurde auf das Jahr 2008 verschoben, die Fertigstellung soll
Ende 2010 erfolgen.
=> S 1 Ost: Baumaßnahmen 2008/2009
S1: Nürnberg - Forchheim
Als drittgrößte Stadt im Ballungsraum soll auch Erlangen einen S-Bahn-Anschluss erhalten. Dazu wird die Strecke Nürnberg - Fürth - Erlangen -
Forchheim entsprechend hergerichtet und mit zusätzlichen Gleisen ausgestattet. Die Planungen sind vorübergehend ins Stocken geraten, da die
Aus-/Neubaustrecke Nürnberg - Erfurt, in deren Zusammenhang auch die S-Bahn geplant wurde, durch einen Baustopp unterbrochen wurden. Am 2. April
2001 wurde die Vorplanungsphase jedoch abgeschlossen.
Als Baubeginn für den Abschnitt Nürnberg - Fürth war Dezember 2003 vorgesehen, mit den Bauarbeiten für die Weiterführung nach Forchheim sollte im
Jahre 2004 begonnen werden. Nach der Finanzmisere durch Ausfälle bei der Lkw-Maut wurden die Termine im März 2004 auf 2007 (Nürnberg - Fürth) bzw.
2008 (weiter nach Forchheim) verschoben.
Der Ausbau sollte im Zusammenhang mit der NBS/ABS Nürnberg - Erfurt erfolgen. Es war geplant, daß der Streckenabschnitt Nürnberg - Forchheim und
darüber hinaus bis Bamberg 4-gleisig ausgebaut wird. Das von den S-Bahnen zu benutzende Gleispaar wird mit 76 cm hohen Bahnsteigen ausgerüstet.
Der Haltepunkt Nürnberg-Neusündersbühl wird nicht mehr von der S-Bahn angefahren, er wurde am 8. Dezember 2006 aufgelassen. Neue Haltepunkte werden
in Stadeln, im Industriegebiet Schmalau (Steinach) sowie in Erlangen an der Paul-Gossen-Strasse entstehen. Der heutige Bahnhof Vach wird dann nicht mehr bedient
und aufgelassen. Eventuell soll eine Verlängerung bis Forchheim Nord
(im Industriegebiet) erfolgen, Bamberg wird ein mal stündlich angebunden. Eine Systemskizze des Abschnittes Nürnberg - Forchheim ist
hier zu finden.
Das Betriebsprogramm sieht einen 20-Minuten-Takt zwischen Nürnberg Hbf und Erlangen vor, zwischen Erlangen und Forchheim soll ein 20/40-Minuten-Takt
angeboten werden. Ein Zug stündlich wird bis nach Bamberg durchgebunden, damit können die Regionalbahnen von der Strecke Nürnberg - Bamberg
gänzlich verschwinden.
In Nürnberg werden die Züge mit denen der heutigen S1 durchverbunden. Damit werden die Züge der S1 den Laufweg Hartmannshof - Lauf - Nürnberg -
Erlangen - Forchheim (-Bamberg) haben. Die Inbetriebnahme der Gesamtstrecke ist nach zwischenzeitlichen Unklarheiten in mehreren Schritten
ab Dezember 2010 vorgesehen, just an diesem Termin jährt sich die Fahrt der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth (Bay) zum
175. Mal. Details zur Inbetriebnahme sind zu
hier
finden.
Einen Vorgeschmack auf das S-Bahn-Zeitalter konnten die Erlanger Bürger schon während eines Bahnhofsfestes zum 150-jährigen Bestehen der Strecke
Nürnberg - Bamberg bekommen. Das Bild zeigt einen S-Bahn-Sonderzug auf dem ehemaligen Gleis 6 des Bahnhofs Erlangen. Zur Inbetriebnahme dieses
Abschnittes werden hier allerdings Triebwagen der Baureihe 442 (E-Talent 2) verkehren.
=> S 1 Nord: Baumaßnahmen 2008/2009
S2: Nürnberg - Roth (heute S3)
Diese Linie, welche umlauftechnisch schon heute mit der S2 verknüpft ist, wird mit Inbetriebnahme der neuen S3 in die Linie S2 integriert
und erhält den Laufweg Altdorf - Feucht - Nürnberg - Schwabach - Roth.
S3: Nürnberg - Neumarkt (Oberpfalz)
Hier wurden zwei Möglichkeiten untersucht:
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Variante 1 geht davon aus, daß die nach Neumarkt verkehrenden S-Bahnen zwischen Nürnberg Hbf und Feucht nicht halten und zwischen Feucht und
Neumarkt allen bisher von Regionalbahnen angefahrene Bahnhöfe bedienen.
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Variante 2 sieht vor, die Züge zwischen Nürnberg Hbf und Feucht vereint zu führen und in Feucht in je einen Zugteil nach Altdorf und Neumarkt
zu flügeln.
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Unterstellt wird für beide Varianten der komplett zweigleisige Ausbau der S-Bahn-Gleise zwischen Nürnberg und Feucht.
Allerdings müssen zuerst Engpässe der stark durch Güter- und Fernzüge belasteten Strecke durch Verbesserung von Signaltechnik und Bündelung von
Zugtrassen beseitigt werden. In diesem Zusammenhang wurden seit Anfang 2005 neue KS-Signale installiert. Sie sind Ende 2005 mit
dem neuen elektronischen Stellwerk in Neumarkt (Oberpf) in Betrieb gegangen.
Zwischen Feucht und Ochenbruck ist ein neuer Haltepunkt "Feucht Ost" geplant, zwischen Pölling und Neumarkt sollen die S-Bahnen auch in Woffenbach
halten.
Das Betriebsprogramm sieht einen 20/40-Minuten-Takt vor, die Regionalbahnen der Relation Nürnberg - Neumarkt entfallen dafür.
Für die weiteren Planungen wird Variante 1 favorisiert, ein Baubeginn ist 2008 erfolgt. Damit kann eine Inbetriebnahme im Jahre 2010 erreicht
werden.
=> S 3: Baumaßnahmen 2008/2009
S4: Nürnberg - Ansbach
Auf der Strecke Nürnberg - Ansbach soll der S-Bahn-Verkehr auf Basis der vorhandenen Infrastruktur angeboten werden. Dazu ist lediglich der Ausbau
der Signalanlagen mit kürzeren Zugfolgestellen vorgesehen, in den letzten Jahren wurden abschnittsweise bereits KS-Signale installiert. Abweichend
vom sonstigen S-Bahn-Netz ist geplant, die S-Bahnen auf Gleis 22 beginnen und enden zu lassen, um aufwendige Kreuzungsbauwerke zur Verknüpfung mit
den S-Bahn-Gleisen 1, 2 und 3 zu vermeiden.
In Petersaurch-Nord wird ein neuer Haltepunkt entstehen.
Das Betriebsprogramm sieht einen 20/40-Minuten-Takt vor.
Der Baubeginn wurde von 2004 auf 2006, dann nochmals auf 2008 verschoben, die ersten S-Bahnen nach Ansbach werden voraussichtlich
Ende des Jahres 2010 fahren.
=> S 4: Baumaßnahmen 2008/2009
S-Bahn nach Neustadt/Aisch
Ursprügliche Planungen, auch auf der Strecke Nürnberg - Neustadt/Aisch einen S-Bahn-Betrieb einzurichten, scheitern momentan an der hohen Belastung
der Relation Nürnberg - Würzburg durch den Fern- und Güterverkehr. Ein 20-Minuten-Takt ist aufgrund der hohen Streckenbelegung auf der vorhandenen
Trasse zu keiner Zeit machbar. Lediglich der völlige Neubau einer durchgehend eigenen S-Bahn-Trasse ließe einen S-Bahn-Betrieb zu, ist allerdings
derzeit nicht finanzierbar.
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