Die Fahrzeuge der Nürnberger S-Bahn
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Im Herbst 1987 beginnt ein neues Bahn-Zeitalter im Großraum Nürnberg. Gleichzeitig mit Gründung des "Verkehrsverbund Großraum Nürnberg" (VGN) startet auf zunächst einer Linie ein neues Verkehrsmittel in Franken: Die S-Bahn. Die folgenden Fahrzeuge sind bzw. waren auf den Nürnberger S-Bahn-Linien unterwegs:

141                   143                   x-Wagen                   423                   442
Ersatzverkehr:
111                   185                   n-Wagen
Foto: Haeberlein Am 26.09.1987 ging die Nürnberger S-Bahn mit der Linie S1 Nürnberg – Lauf (links d. Pegnitz) in Betrieb. Als Fahrzeuge kamen Wendezüge zum Einsatz, welche sich bereits im Schnellbahnnetz Ruhrgebiet bewährt hatten. Die Grundeinheit ist 3-teilig und besteht aus je einem Wagen vom Typ Bxf 796 (Steuerwagen und Sitzwagen 2. Klasse), ABx 791 (Sitzwagen 1. und 2. Klasse) und Bx 794 (Sitzwagen 2. Klasse). Je nach Verkehrsaufkommen kann die Garnitur um maximal 2 weitere Wagen vom Typ Bx 794 ergänzt werden.

Zu Beginn bekam Nürnberg Fahrzeuge der ersten Bauserie aus Foto: Rainer Lang Düsseldorf zugeteilt, welche die noch ursprünglich für die S-Bahn vorgesehene kieselgrau-orange Farbgebung aufwiesen. Es wurden fünf 3-Wagen-Züge gebildet, wovon einer als Reserve diente. Als Zuglok wurden sieben Lokomotiven der Baureihe 141 speziell für den S-Bahn-Einsatz hergerichtet. Der Umbau dieser Maschinen erfolgte zwischen März und August 1987 im ehemaligen Bundesbahn- Ausbesserungswerk München-Freimann. Die wesentlichen Änderungen waren der Einbau der zeitmultiplexen Wendezugsteuerung, Einrichtungen für die Zugabfertigung, der Einbau von Zugzielanzeigern sowie ein Anstrich in den neuen S-Bahn-Farben lichtgrau-orange-pastellgelb. Am Schaltwerk wurden Geräuschdämmungsvorkehrungen vorgenommen.

Foto: Wolfgang Kollorz Zur Jahreswende 1989/90 wurden dann fabrikneue Wagen der zweiten Bauserie geliefert, welche auch die Farben lichtgrau-orange-pastellgelb erhielten. Die Wagen der ersten Serie gingen nach Düsseldorf zurück.

Foto: Rainer Lang Mit der Eröffnung der S2 im November 1992 kamen erstmals Lokomotiven der Baureihe 143 der Deutschen Reichsbahn zum Einsatz, welche die Baureihe 141 bis Ende 1994 komplett ablösten. Die Zuggarnituren wurden nach und nach auf 4-Wagen-Züge umgestellt. Da hierfür einerseits mehr Wagen je Garnitur, andererseits durch die zusätzliche Linie mehr Garnituren benötigt wurden, gelangte nun eine dritte Bauserie - ausgenommen 6 Bx-Wagen - komplett nach Nürnberg. Damit konnten nun acht 4-Wagen und eine 3-Wagen-Garnitur gebildet werden.

 Foto: Rainer Lang Ab dem Jahr 1998 erhielten die Lokomotiven der Baureihe 143 - meist im Rahmen einer Hauptuntersuchung - eine verkehrsrote Farbgebung. Ende 2003 konnte die Umlackierung aller Maschinen abgeschlossen werden. Damit präsentiert sich der komplette Triebfahrzeugpark in verkehrsrot RAL 3020.

Foto: Wolfgang Kollorz Mit Eröffnung der S3 nach Roth am 9. Juni 2001 kamen die restlichen Wagen der dritten sowie Wagen der vierten Bauserie nach Nürnberg, welche teilweise kurz zuvor in verkehrsrot umlackiert wurden. Als erster Wagen der dritten Bauserie wurde der Steuerwagen 80-33 181 Anfang 1999 im Rahmen einer Hauptuntersuchung mit Unfallausbesserung mit diesem Anstrich versehen. Der Maßgabe, alle Wagen der DB-Regio bis Ende 2002 in verkehrsrot umzulackieren, kamen die Nürnberger termingerecht nach: Am 28.11.2002 kamen die letzten beiden Wagen nach dem Farbwechsel aus dem Werk München-Neuaubing zurück.

Foto: Rainer Lang Erstmals zum Fußball-Confederation-Cup im Jahre 2005 wurden S-Bahn-Triebwagen der Baureihe 423 auf dem Nürnberger S-Bahn-Netz eingesetzt. Die aus München-Steinhausen stammenden Fahrzeuge unterstützen die Nürnberger x-Wagen Garnituren während eines Spieles im Frankenstadion im Juni 2005.
Als im Frühjahr 2006 mehrere x-Wagen zur Hauptuntersuchung im Werk Krefeld weilten und dazu noch drei Bx-Wagen durch "besondere" Fahrgäste demoliert worden sind, kam auf Grund des eklatanten Fahrzeugmangels bei mehreren Bundesligaspielen erneut Hilfe aus München. Insbesondere zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 waren vermehrt Einsätze zu verzeichnen, an insgesamt drei von fünf Spieltagen kamen die Triebwagen in Nürnberg zum Einsatz. Daher wurde auch das FIS in allen Münchener Fahrzeugen mit dem Nürnberger S-Bahn-Netz ergänzt, was auch zukünftig ein Einsatz in Franken ermöglicht.


last update:
28.11.2011 WK
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